Liebe Gemeinde...

...die ersten Schritte eines Menschen auf dem Mond lösten 1969 überall auf der Welt große Begeisterung aus. Tatsächlich waren Menschen ins All geflogen und hatten den Erdtrabanten betreten, der so oft zu sehen ist, aber eigentlich unerreichbar schien. „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Schritt für die Menschheit“, diese Worte des Astronauten Neil Armstrong sind legendär. Als nun die amerikanischen Astronauten auf die Erde zurückgekehrt waren, erklärte Präsident Nixon. „Dies ist das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit seit der Erschaffung der Welt.“ Dieser Ansicht widersprach der berühmte amerikanische Prediger Billy Graham, der für seine klaren und deutlichen Worte berühmt ist: „Der Präsident hat wohl eines nicht richtig bedacht: Die Geburt, der Tod und die Auferstehung Jesu Christi sind das größte und bedeutendste Ereignis der Geschichte.“ Ja, er ist ein Prediger, dieser Billy Graham, deshalb muss er das wohl auch sagen. Aber jetzt frage ich Sie einmal persönlich: Was ist für Sie das größte Ereignis der Geschichte? (Denken Sie ruhig nach, ich kann warten.)
Ich weiß natürlich nicht, was Sie jetzt gerade für Ideen hatten. Kam Jesus in einer der Geschichten vor, an die Sie gedacht haben?  Wir feiern wieder Ostern, den Sieg Jesu über den Tod. Dieser Sieg betrifft uns, ganz persönlich. Denn wir feiern an Ostern auch unsere eigene Auferstehung. Sicher, wir alle werden sterben. Aber das ist nicht das Ende. Vielmehr ist es so wie beim Weizenkorn: Es fällt in die Erde. Es scheint zu sterben. Doch aus ihm wächst neues Leben. Für mich persönlich ist dies das größte Ereignis der Geschichte: Jesus lebt. Und wir werden auch leben, für immer und ewig.

Ihr Pfarrer Udo Sehmisch